Erinnerungen an einen "ganz normalen" Spaziergang mit Motte
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Barbara -
April 3, 2026 at 9:45 PM -
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irgendwann bringt mich dieser Dackel noch um.
Nachdem mir heute Morgen eine von diesen weißen Pappelflocken ins Auge geweht war und sich gemeinerweise zwischen Kontaktlinse und Hornhaut geschoben hatte, musste ich auf unserer Morgenrunde eine Pause einlegen und versuchen, den schmerzenden Fremdkörper zu entfernen. Motte zeigte tatsächlich so etwas wie Mitgefühl, guckte mich besorgt an und ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit nutzte sie diesen Moment meiner Schwäche nicht schamlos aus, sondern blieb dicht neben mir sitzen. Gerührt überdachte ich meine These, dass der Dackel mich nicht leiden kann und als ich das zugequollene und tränende Auge wieder leicht öffnen konnte, setzen wir unseren Weg fort.
Da sah ich sie an einer Ecke auftauchen: Mottes Lieblingsfeindin. Immerhin sah ich sie noch vor Motte und ich zog isie hinter einen Busch, hockte mich zwischen den Weg der Feindin und Motte und fütterte sie mit kleinen Leckerlis, eine Ablenkungsmethode, die normalerweise ganz gut klappt. Leider fing die Feindin hinter uns an, heftig zu pöbeln. Motte, die ich schon ganz kurz an der Flexi hielt, sprang hoch und ich weiß nicht wie, aber sie schleuderte mir mit voller Kraft den Griff der Flexileine an die Augenbraue. Nie hätte ich gedacht, dass da solche Kräfte frei würden. Die Augenbraue schwoll sofort zu einem Ei an - und so sieht es immer noch aus und durch das störende "Ei" konnte ich jetzt auch auf der anderen Seite nicht sonderlich gut gucken.
Nachmittags liefen wir über eine Wiese, ein Auge war wieder frei. Motte hatte plötzlich eine Spur und zog an der Leine - ein Schritt - und ich versank mit einem Bein in einem tiefen Loch. Links leicht humpelnd ging es weiter - der Dackel blieb hinter mir - plötzlich ein "Platsch" und Madame durchquerte den Bach. Wäre ja nicht so schlimm, wenn die Leine sich nicht auf der anderen Seite an einem Busch aufgehängt hätte. Also Schuhe aus und auch durch den Bach, Dackel befreit und wieder zurück. Sehr erfrischend (16° Lufttemperatur) und sehr kühlend für den Knöchel aus dem Wiesenloch. Als kleine Zwischeneinlage schüttelte Motte sich in meiner absoluten Nähe, als ich die Schuhe wieder anzog. Dreckspritzer auf Klamotten und mir.
Gerade hatte ich die Schuhe wieder angezogen und humpelte zügig am Bach entlang nach Hause, da kamen uns unsere langhaarigen Dackelfreunde entgegen. Motte erhöhte das Tempo, ich humpelte möglichst schnell hinterher, da stolperte ich über eine Baumwurzel (mit dem anderen Fuß) und fiel nicht hin - aber ich bekam so viel Fahrt , dass ich an den langhaarigen Dackelfreunden und ihrem Frauchen vorbeischoss, bevor ich zum Stehen kam. Mein Großer Zeh brummte ordentlich, die Hunde begrüßten sich, das Frauchen sagte: "Mein Gott, wie siehst Du denn aus?" Beim Erzählen der Geschichte musste sie so lachen, dass sie einen Schluckauf bekam. Gemeinsam gingen wir nach Hause, erfolgreich schlich ich mich am Göttergatten vorbei, zog saubere Klamotten an, aber das Ei am Auge beginnt sich nun langsam zu verfärben. "Schmink das bloß über, sonst denken die Leute, ich hätte dir das verpasst. Meine Güte, du und dein Dackel, Ihr seid beide unmöglich!"
So. Ich habe nun die Moeglichkeit gefunden, wie ich den Pokal ohne Fremdhochladerei verleihen kann. Im ersten Beitrag klappt's immer und Motte war ja immerhin unsere Pokalkoenigin und soll nun wieder gebuehrend durch einen geehrt werden:
Keine boxte so gut wie unser Mottchen!!! ![]()
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